Mittwoch, 5. August 2009

Stimme 4

Klick mich

Montag, 20. Juli 2009

Stimme 3

So, diesmal nur der Sound ^^

Klicken und hören

Donnerstag, 16. Juli 2009

Stimmvideo 2

video

Samstag, 6. Juni 2009

Was sich so tut I

Also im Grunde passiert noch nicht viel ^^ Das hätte mich auch gewundert. Ich weiß ja, dass das seine Zeit braucht und bin daher auch nicht ungeduldig. Allerdings fallen mir jetzt schon zwei Dinge auf.
a) mir Hals hat begonnen weh zu tun. Klar könnte das auch eine Erkältung sein, aber mir geht es ansonsten ziemlich gut. Und es ist auch nicht das typische Kratzen im Hals, wenn man Husten hat oder der gleichen, es ist viel mehr so ein Klos im Hals. Ich hatte jetzt schon mal rumgefragt bei bekannten TMs, ob es bei ihnen ähnlich war, und einer meinte, dass er diesen Klos auch gehabt hätte. Und das sogar über Monate hinweg. Ich bin mal gespannt, ob das schon zur Stimmveränderung gehört. Gerade das soll ja sehr schnell gehen bei den meisten. Natürlich kommt da nicht gleich eine tiefere Stimme, aber es verändert sich eben schon etwas, und das merkt man. Zumindest kann ich mir gut vorstellen, dass das dazu gehört.
b) hatte ich schon Pieksen und Ziehen "zwischen den Beinen", was auf ein Klitoriswachstum hinweisen könnte. Noch sieht man nichts, aber genau wie beim Hals, ist der Prozess ja erst in Gang gekommen. Auch das soll schon nach der erste Spritze einsetzen.

Ich bin gespannt was noch so kommt ^^ Und werd das mal im Auge behalten.
Ich freu mich schon riesig aufs Rasieren *g* Und ich freue mich sogar darauf, dass es mich nerven wird, das jeden Morgen machen zu müssen!

Ich habe ausserdem jetzt auch einen laminierten Ausdruck von einem schönen Bild über meinem PC hängen, um mich ständig zu motivieren und was mir so ein bisschen Hoffnung und Kraft gibt ^^ Es zeigt einen schlafenden Vater mit seinem Baby in den Armen.
Das Bild weckt in mir die Vorstellung von Beschützen, sanfter Vater sein, der starke Arm zum Anlehnen zu sein und der liebende Ehemann zu sein.
Allgemein habe ich ein tugendhaftes Bild von einem Mann. Natürlich fühle ich mich auch sehr wohl mit den ganzen 'Nachteilen' die ein Mann so hat und was ihm an 'Fehlern' vorgehalten wird ^^ Das typische Klischee eben. Aber das Ausleben der Tugenden, die ein Mann haben kann, darauf freue ich mich. Endlich werden diese Tugenden auch als männlich angesehen werden, und nicht als 'eine komische Frau' =)


Ich werde öfters gefragt, ob ich nicht lesbisch sei, wenn ich eine Freundin habe...das kam gerade in den letzten Tagen wieder vor. Meine Antwort ist da immer: "Wie kann ich denn als Mann lesbisch sein, wenn ich eine Frau liebe? Das nennt man doch Hetero, oder?"
Das standartantwort Kontra oft: "Aber du bist doch eine Frau."
Tja...körperlich ja, aber das ist ja auch das Doofe ;) Eben genau DAS fühle ich nicht. Ich fühle mich als Mann, und das schon sehr lange. Schon als Kind habe ich davon geträumt, endlich einen männerkörper zu haben und dann frei zu leben. Nicht in diesen Frauenkörper eingesperrt. Mit jedem Tag den ich lebe, fühle ich wie richtig das ist, denn als Mann kann ich endlich alles das ausleben, was ich mein Leben lang versteckt habe. Es ist, als wäre ich endlich angekommen.
Ich freue mich auf den Muskelzuwachs, auf den Bart, auf die Haaren an den Armen und auf die tiefe Stimme!
Eben dei ROLLE des Mannes, mit dem gewählten Geschlecht auszuleben. Dabei kommt es mir nicht auf das Geschlechtsteil an (mal davon abgesehen, dass ich das jetzige vorerst behalten werde, auch wenn ich sehr sehr neidisch auf die Bio-Männer bin), sondern auf die Rolle und auf den Körper ohne Brüste. Auf den haarigen Körper mit Musekeln, die Stärke zu besitzen, die männliche Rolle auszufüllen.

Vielleicht hört sich das für viele seltsam an und vielleicht kann man das schlecht nachvollziehen, aber mir geht es eben dabei nicht um den Sex, sondern um die Geschlechterrolle...

So, ich denke das reicht erstmal ^^ ich hab schon wieder zu viel durcheinander geredet.

Bis dann,
Mark

Freitag, 5. Juni 2009

Stimmvideo 1

Ich möchte es gern anderen TMs gleich tun und im Laufe der Transition meine Stimme und mich selbst aufnehmen, um es anderen zu zeigen, und um chronologisch nachvollziehbar zu machen, was mit mir passiert ist =)

video

Donnerstag, 4. Juni 2009

Incoming!

Ich wollte nur noch schnell die schöne Nachricht im Blog hinterlassen, dass ich morgen früh die erste Spritze bekommen werde ^^ um halb Neun gehts los!

Heute mittag hab ich dann endlich das Rezept bekommen ^-^

Die Packung mit den drei kleinen Ampullen thront jetzt auf meinem Schrank, damit die Katzen nicht dran können, und wartet auf ihren Einsatz morgen früh um halb neun =D
Meine Freundin ist extra auf Verdacht angereist und ich hab sie noch vorgestern nacht spontan aus dem 250km entfernten Gelsenkirchen geholt, damit sie morgen dabei sein kann.

Jetzt gehts endlich los, und der Kampf hat sich gelohnt!

So, ich muss jetzt schnell zur Freundin ins Bettchen hüpfen ^^ Muss morgen früh raus!

Schlaft gut!
LG, Mark

Donnerstag, 28. Mai 2009

Frisörtermin

Frisör ist immer ein leidliches Thema für Trans*-Leute. Wenn man zu der ach so nett aussehenden Frisöse sagt "Ich hätte gern einen Männerhaarschnitt" wird man ersteinmal angeguckt als hätte man nicht mehr alle Tassen im Schrank, als hätte man sich einfach nur versprochen, oder als wolle man sie verarschen.

Als ich mich das aller erste mal getraut habe, habe ich den Fehler gemacht und 'vorher' gefragt. Heißt: Ich bin hingegangen zur Anmeldung bei einem XY-08/15-Frisör (das war der 2. Fehler), und habe gefragt: "Guten Tag. Ich wollte kurz fragen ob es möglich ist, dass sie mir eine Männerfrisur schneiden können."
Ihr glaubt ja nicht, was dann passiert ist!
Diese Frau hat die ganze Belegschaft nach einander geholt und alle der Reihe nach durchgefragt. Alle haben mich gemustert, mich angestarrt und mind. die Hälfte hat gelacht oder gekichert.
Da war's mir schon übel...aber ich wollte keinen Rückzieher machen. "Mann" macht ja keinen Rückzieher.
Gut...also danach hab ich mir die nettest von denen vorher ausgesucht und bei der mir das schneiden lassen. Zwar war sie ganz höflich und hat mir das dann auch geschnitten, aber alles in allem war's nicht ganz das, was ich haben wollte. War aber doch ganz gut geworden.

Hier mal das Ergebnis:



Noch am gleichen Abend hab ich mir die Haare dann endlich schwarz gefärbt, so wie ich es schon immer mal haben wollte.
Heraus kam das:



Weitere Versuche und Selbstexperimente folgten, wobei ich immer wieder ein Stückchen weiter ging. Es folgten auch mal totale Ausrutscher wie dieses hier *lach* :



Naja, alles in allem hab ich viel ausprobiert, und heute war ich wieder beim Frisör. Ich hab mich wieder nicht getraut den Pony abzuschneiden, aber dann zuhause...hab ich endlich den Schritt noch weiterhin zur Männerfrisur gewagd, und wie immer: Hat es mir super gut gefallen und ich finde mich darin noch ein Stück mehr wieder.
Tadaaa:





Alles in allem kann ich denen die den selben Weg wie ich gehen nru sagen: probiert euch aus!!! Macht es ! Die Haare wachsen nach, und man kann sie wieder umfärben, aber macht es verdammt noch mal! Und sucht euch selbst mit Hilfe der Frisur. Man kann so viel mit den Haaren bewirken!

Auf dann, und gutes Schnibbeln!
Mark

Mittwoch, 27. Mai 2009

Ein Lichtblick

Der Psychologe aus Berlin hat mir geantwortet, und er schreibt mir die Indikation !!!! JUCHUUUUU!!!!! Hoffentlich reicht das dann endlich und es kann los gehen!!! Ich freu mich schon wie blöde und kann es erst fassen, wenn ich den Schrieb in den Händen halte.
Jetzt ja nicht zu viele Hoffnungen machen...sonst kommt doch wieder was dazwischen.
Es heißt jetzt : DAUMENDRÜCKEN!!

Mittwoch, 20. Mai 2009

Runde 4-Tausend um Testo zu bekommen

Soo, ich hab jetzt mal beim Psychologen in Berlin angerufen, und ihm aufs Band gesprochen, ob er mir noch ne Indikation ausstellen könnte. Tjaaa...hoffen wir mal das Beste.

Heute hatte ich übrigens auch wieder Therapiesitzung, und es war sehr gut. Durch den ganzen Stress den ich die letzten Tage und Woche hatte, hatte sich einiges angesammelt. Jetzt schau ich aber, dass ich es nicht immer jedem Recht machen will, und achte auch mal vermehrt auf mich. Hoffentlich bekomm ich das hin.

Ausserdem liebäugel ich mit einer Ausbildung zum Sanitäter, da ich durch den ganzen Stress zuvor keine Zeit für die Uni gefunden habe, habe ich da jetzt rechts chlechte Noten und müsste einige Klausuren nachschreiben...ich hoffe das ich da noch was machen kann.
Ich habe da ja auch wieder das Gefühl, einige Leute zu enttäuschen, wenn ich die Uni abbreche und stattdessen wieder eine Ausbildng anfange...Mein Vater sitzt mir deshalb ständig im Nacken. Ich würde ja nur Zeit schinden wollen, und sollte mal enldich anfangen zu arbeiten...*seufz*
Naja..hoffentlich gibt sich das, und ich kann mich dazu durchringen meinen eigenen Weg in der Hinsicht zu gehen.

Also auf dann,

Mark

Freitag, 15. Mai 2009

Alltagsschmerzen...

Je sicherer ich mir werde, desto mehr Schmerzen bringt mir das ein, denn in mir entwickelt sich der Wunsch "endlich einen Körper zu haben, der mir nicht weh tut, den ich fühlen kann, mit dem ich das Atmen genießen kann, mit dem ich all da leben und tun kann, was für normale Menschen alltäglich ist" zu einem solchen Verlangen, dass ich bei jeder dieser Alltagssituationen einfach einen kleinen Tod sterbe...

Ich möchte euch ein paar Beispiele nennen, damit ihr euch das vorstellen könnt:

Kinder bekommen
Im Grunde etwas, wovon jeder irgendwann einmal träumt, oder an was zumindest jeder einmal denkt. Der Traum davon, ein Kind zu zeugen, ihm eigenen Samen zu spenden und ein kleine Leben in den Bauch einer schönen, liebevollen Frau zu pflanzen, zu sehen wie es ihn ihr heranwächst, für die Frau nachts um drei loszufahren, um ihr die Pizza Calzone zu besorgen, auf die sie plötzlich so Lust hat oder ihr an der Tankstelle morgens um vier noch schnell Oliven *schauder* zu kaufen, zusammen mit einer Tüte Chips...von ihr später die Hand im Kreissaal zerdrückt zu bekommen, mit ihr fiebern und ihre Beschimpfunden über mich ergehen zu lassen und mit einem mitfühlenden Lächeln zu erwiedern, weil sie die Wehen so plagen...
Später mit dem Kinderwagen durch den Park zu gondeln und total überfordert mit der Flasche zu hantierend, wärend man nicht weiß ob das Kind denn nun Hunger hat, oder ob es müde ist...eben das, was ein typischer Vater tut für sein Kind...
Im grunde alles möglich mit Adoption oder mit künstlicher Befruchtung, aber es ist doch nicht das Selbe...
Ich würde ein Kind immer lieben, egal ob es nun durch meinen Samen gezeugt worden wäre, oder ob ich den Samenkatheter der künstlichen Befruchtung in die Frau eingeführt hätte und nicht weiß, wer nun der wahre Vater ist...dennoch...es ist nicht das Selebe. Der Traum bleibt unerreicht.

Discos
Entweder man liebt sie, oder man hasst sie.
Ich persönlich gehe nur auf Gothicevents, EBM- und Industrial 'Discos', und lass mir den Bass im Bauch wummern.
Dennoch sind solche Veranstaltungen die Hölle für mich. Ich habe immer das Gefühl, meine Brüste kann man zu sehr sehen, ich kann mich nicht frei bewegen, fühle mich fremd im eigenen Körper. Doch das schlimmste sind die anderen Männer. Schlank, ohne Brust, mit ihrem männlichen Gesicht, der tiefen Stimme und dann haben sie auch noch genau das an, was ich auch gern tragen würde aber nicht kann, weil mir gewisse Dinger im Weg sind.
Ich bin zwar bei meinen Freunden und deren Bekannten Geoutet und werde mit Mark angeredet - was die Sache erträglich macht - aber ich kann mich einfach nicht fallen lassen, weil ich mich in mir selbst nicht wohl fühle, weil ich nach aussen hin als etwas gesehen werde, was ich nicht bin! Und genau das macht mich kaputt.

Vorstellungen
Jeder kennt das: Man trifft jemand Neues, schüttelt ihm die Hand oder grüßt mit einem freundlichen Nicken, und stellts ich dann mit seinem Namen vor.
Der erste Part fällt mir noch sehr leicht, doch kurz bevor ich meinen Namen ausspreche, verkrampft sich mir der Magen - mehr oder weniger stark, kommt auf die Leute an - denn ichweiß genau wie sie schauen werden.
"Hi, ich bin Mark." - Stille...doofer Blick, kurzes abchecken der Brüste, dann ein verlegenes LÄcheln. "Aha...hi.." Die meisten fragen nicht einmal nach, und hoffen, dass sie sich verhört haben...

Eltern
Die reden einen immer noch mit dem alten Namen an - kann ich ihnen auch nicht verübeln - und tun einem damit nichtsahnend weh...aber man will es ihnen ja auch nicht auf die Nase binden und sie dazu zwingen den neuen Namen zu nennen, weil man ja schon froh ist, dass die Eltern es akzeptieren...mehr oder weniger.

Schwulen- oder Homoparties
Gut, zugegeben, vielleicht nicht etwas, was 'jeder' in seinem Alltag erlebt, aber für mich ist das nicht Aussergewöhnliches. Man kann allerdings an den Blicken schon sehen, für was man gehalten wird. Die Schwulen meiden einen oder ignorieren einen - was heißt sie halten einen für eine Frau - und die Frauen wissen nicht so recht was sie davon halten sollen...
Tja...Nicht Fleisch nicht Fisch...oder wie sagt man so schön.

Das war nur ein kleiner Abriss...

Und so was sehen natürlich die Psychologen nicht. Die meinen dann es sei ja sooo einfach eben mal ins andere Geschlecht zu schlüpfen, damit man den 'Altagstest' machen kann, und lassen einen regulär noch ein Jahr damit rumlaufen, ehe sie einem glauben dass es schrecklich ist im anderen Geschlecht zu leben.
Erst wenn der Druck und der innere Schmerz groß genug ist oder wie?
Und so was nennt sich Psycholog...

So weit erstmal.
Wenn ich noch die Zeit/ den Nerv finde, dann schreib ich noch etwas über das Outing bei meinem Bruder.

Es nimmt wohl kein Ende...

Tja...was soll ich sagen? War mal wieder nichts...

Aber erstmal hübsch der Reihe nach:
Ersteinmal etwas zu der Hormonsache, weil das gerade ziemlich frisch ist. Ist genau...*auf Uhr schau* 3,5 Stunden her.
Aber auch hier muss ich etwas weiter ausholen.

Ich brauchte für die Hormongabe, noch einen Bescheid von einem Psychologen, auf welchem steht, dass ich Transsexuell bin, und (und da liegt der Knackpunkt auf den ich später noch eingehen werde) dass der Psychologe die Hormongabe befürwortet. Eigentlich ganz einfach sollte man meinen, oder?
Falsch...Denn so eine "Indikation" - wie es auf Fachmännisch heißt - stellen die Psychologen und Psychiater meistens erst dann aus, wenn sie den 'Patienten' schon eine Weile kennen und das auch befürworten können. Das ist dann der Fall, wenn man eine Therapie bei diesen gewissen Psychologen absolviert. Nun..da meine Psychologin eben keine Verantwortung übernehmen möchte (im generellen Sinne), möchte mir auch so etwas nicht schreiben. Na das hatten wir ja schon, das wußte ich ja.
Da ich allerdings keine zweite Therapie anfangen wollte, bei bekannten Psychologen, die allein 8 Wochen (!) Wartezeit auf einen Vorstellungstermin haben, und die auch FRÜHENSTENS nach 3 Monaten Therapie überhaupt daran denken so eine Indikation zu schreiben, hab ich den leichten Weg nehmen wollen, und bin - obacht - nach Berin gefahren. Jaaaa...Berlin.
Das heißt für mich 1000 km Fahrt, allein nur nach Berlin und zurück. Davon einmal abgesehen, dass ich noch das Geld für den Sprit aufbringen musste, bin ich im Endeffekt 18 Stunden Auto gefahren - beinahe am Stück.
Ich hatte den Termin, und hab eine Attest bekommen, für welches ich 20 Euro zahlen musste. Darauf stand nach 50 Minuten intensivem Gespräch geschrieben, dass eine festsitzende Transsexualität von Frau zu Mann vorliegt. Er schrieb sogar meine neuen Namen in das Attest, Mark Andrew, und schrieb noch, dass sich diese Einstellung nicht ändern wird.
Ich - gefreut wie blöde - also aus dem Haus raus getanzt, meine Freundin umarmt, die extra mitgekommen war und wir waren zur Feier des Tages noch essen, weil ich dachte: 'Yay! Jetzt geht es endlich los!'.

Nix da...nach weiteren etlichen Stunden Fahrt, der Heimfahrt meiner Freundin und einem Wochenendbesuch bei Sandra, komm ich nach hause. Noch auf der Autobahnfahrt nach hause ruf ich sofort beim Endo an, um einen Termin zu vereinbaren. Frau B. sagte mir, dass ich das Attest ja schon mal vorbei bringen könnte, und Herr Dr. S. würde mich dann wegen dem Termin noch einmal zurückrufen.
Ich also das Attest noch da hingebracht...

Am nächsten Tag bekomm ich den Anruf, und mir wird gesagt, dass der Termin in 4 Wochen (!!!) eingetragen werden könnte. Die 4 Wochen waren schon Qual genug, weil ich weiterhin mit diesen Scheiß Dingern rumlaufen muss, weil ich eine Stimme habe die mich absolut als Frau indentifiziert und weil mich einfach JEDER auf der Straße mit 'sie' anspricht. Jedes 'sie' ist ein kleiner Tod den ich sterbe...immer und immer wieder.
Aber nicht genug mit den 4 Wochen...die ich geduldig gewartet habe, weil ich am Ende des Tunnels 'Höllenqual Frauenkörper' das Licht 'Testo' gesehen habe...dafür wartet man ja doch gern, nicht? Trotzdem habe ich mir all die 4 Wochen krampfhaft die Hoffnung unterdrückt (was schon allein sau schwer war und mir echt den letzten Nerv geraubt habt...mal von demUmzug, Mietstress und Stress mit meinen Eltern abgesehen war das echt hart...). Dennoch wollte ich nicht wieder enttäuscht werden.

So...heute also der Termin gehabt...und was war? Ich bekomm gesagt?
"In dem Attest steht leider nicht drinnen, dass der Psychologe ausdrücklich eine Hormonbehandlung befürwortet...das fehlt uns leider noch. Ich schlage vor, sie machen noch eine Terapie mit einem Psychologen der sich auskennt, und dann soll der ihnen das schreiben..."
Ich war sooooooooooooo kurz davor, da entweder in Tränen aus zu brechen, oder da alles kurz und klein zu schlagen...aber nein...man(n) beherrscht sich ja, weil man ja doch einsehen muss, das der Kerl recht hat. Auch wenn man sich denkt, dass er sich sein mitleidiges Gebrabbel von "Ich weiß das ist frustrierend..." in den Allerwetestens stecken kann, weil der absolut keien Ahnung hat.

Auch als ich ihn damit konfrontiert habe, dass es bei ihm in Behandlung sehr wohl jemanden gäbe, der noch gar keine Psychologische Betreuung hat, und trotzdem das Testo bekommen hat, und zwa rnoch vor mir, obwohl der jenige nach mir sein inneres Commingout hatte...darauf konnte er nicht viel sagen, bloß, dass da wohl schon vorher eine Therapie stattgefunden haben muss...von der ich persönlcih allerdings nichts weiß........

Wie auch immer...wenn meine Freundin nicht hier gewesen wäre um mich allein mit ihrer Anwesenheit von Dummheiten abzuhalten und um mich mit ihrer Liebe wieder aufzufangen...ich weiß nicht was ich heute mit mir angestellt hätte, um diesen Schmerz aus mir raus zu lassen.

Jeder Mann auf der Straße weckt in mir das Gefühl nie Frieden finden zu können, jeder Mann in der Disco den ich tanzen sehe, lässt mich wissen, dass sie alle das haben und sind, was ich nie besitzen und sein werde....

Womit wir schon zum nächsten Thema kommen:
Dafür mache ich aber einen neuen Blogeintrag auf.

Freitag, 20. März 2009

Antrag auf Namensänderung fertig =)

Sooo...eben gerade hab ich den Brief fürs Amtsgericht in Kassel zugeklebt.
Ich werde jetzt den feierlichen Marsch zum nächsten Briefkasten antreten und heute abend noch ein bisschen mit mir selbst feiern =)
Jetzt geht's endlich los!

LG, Ein überglücklicher, hoffentlich noch dieses Jahr amtlicher

"Mark Andrew"

Dienstag, 17. März 2009

Die ersten Anträge

So, jetzt geht's los.
Heute hab ich beim Landgericht Kassel angerufen, und werde jetzt den Antrag auf die Vornamensänderung fertig machen. Dafür brauch ich meinen Perso, meine Geburtsurkunde und ich muss zwei Gutachter vorschlagen.
Ersteres ist ja kein Problem, nur die Gutachter...
Ich telefonier jetzt schon zweit zwei Stunden rum und hab noch ken Ergebnis =( Jetzt werd ich noch mal beim Endo anrufen, ob der mir die Nummer von ner Gutachterin in Frankfurt geben kann.

Und den Antrag auf Kostenübernahme muss ich dann auch noch stellen, weil ich so ein sauteures Gutachten nicht allein zahlen kann...
Da werd ich wohl noch mal wen fragen müsse, weil da hab ich keine Ahnung wie ich das machen soll.

Sonntag, 15. März 2009

Ich hasse es...

Gestern war ich feiern. Seit langem mal wieder eine der richtig guten Gothic/Industrial Parties hier in Marburg und ich hab mich, als ich mich da so umgeschaut habe dazu entschieden, jetzt endlich ein Outfit für mich zusammenzustellen so wie ich es schon seit Jahren haben will.
Der Wille ist da, das Geld würde ich mir hart verdienen und ich würde auch lange auf die Sachen warten, wenn...

Tja, "Wenn"....
Wenn da nicht immer noch dieser absolut nervtötende und depressionsauslösende Fakt nicht herrschen würde. Genauer gesagt zwei...-.-
Ich HASSE diese Dinger!!!
Jedes Mal wenn ich mich im Spiegel ansehe und jedes Mal , wenn ich dusche, wenn ich mich anziehe, wenn ich nach schönen Sachen zum anziehen gucken, wenn ich am PC sitze, wenn ich mit Freunden weg bin...immer immer immer sind diese scheiß Titten im Weg.
Ich hasse sie mit jedem Tag mehr und gerade jetzt, wo ich mir Klamotten im Internet angeschaut habe, fällt es mir wieder ganz besonders auf:
Ich kann nicht anziehen was ich will und ich kann mich nicht so geben will ich will.
Und das nur, weil ich diese zwei Geschwüre auf meinem Oberkörper trage.

Wenn ich enge Oberteile anziehe, sieht man es. Dann fühle ich mich nicht wohl, kann mich nicht als Mann geben und kann mein Leben nicht genießen, dabei will ich das doch so sehr!
Nicht mal körperliche Nähe kann ich genießen, ohne dass ich ständig zurückzucke. Von Sex mal ganz abgesehen...Die schönste Sache der Welt wird für mich zum schlimmsten Alptraum, weil ich ständig meinen ganzen Oberkörper einschnüren muss dabei.
Wenn sich andere Menschen jubelnd und lachend das Oberteil vom Leib reißen, um mit ihrem Partner intim zu werden, da muss ich mit mir ringen überhaupt das T-Shirt auszuziehen, um den Binder zum Vorschein zu bringen.
Duschen wir langsam aber sicher immer mehr zu Qual und ich bin auf die Binder angewiesen, um keinen Heulkrampf zu bekommen oder um nicht auf die Idee zu kommen, mir die Dinger einfach abzuschneiden...jaa...auch darauf bin ich schon gekommen.
Nur wird es wohl nie soweit kommen.

Jedes Mal wenn ich wieder kurz davor bin Gott, die Welt und meinen Körper zu verfluchen, sage ich mir: "Nicht mehr lange Mark, nicht mehr lange und du hast sie los. Geduld..."
Aber dann frage ich mich wieder, wie lange ist "nicht mehr lange?" Jeder Tag ist schon zu viel und jede neue Stunde wird unterträglicher.

Ich will doch einfach nur leben ohne an so einen Scheiß zu denken, ohne immer wieder Kraft dafür aufwenden zu müssen, meinen Körper zu akzeptieren....
Ich will doch nur glücklich sein...

Samstag, 7. März 2009

Richtigstellung

Also ich hatte gestern noch mal mit diesem TM gesprochen, und er sagte, er habe auch ein Attest gebraucht und bei ihm hat der Endo auch mit dem Arzt sprechen wollen. Das war zwar kein Psychologe aber die Prozedur war die Gleiche.
Also Sorry an den Endo, das scheint wohl so zu sein.

Freitag, 6. März 2009

Stink sauer....

Heute hatte ich den nächsten Endo-Termin. Da ich den letzten ja nicht richtig wahrnehmen konnte, hab ich also heute, nach der Blutabnahme vom letzten Mal, das Gespräch mit dem Arzt gehabt.
An sich auch nichts schlimmes. Er hat mich ein wenig ausgefragt darüber, wo ich so herkomme, ob ich sonst noch Krankheiten hätte, was ich so beruflich mache, und wie ich zu der Annahme käme, TS zu sein. Der Mann an sich war mit auch sympathisch, nur einer gewissen Zeit, als seine Fragen weniger wurden, begann er dann damit, mir zu erklären wie wichtig es ist, einen Therapeuten zu haben, der sich damit auskennt. Er nannte mir auch einige aus dem Raum Wetzlar und Frankfurt und hat mir dann noch einen Vortrag gehalten, dass es ja gut wäre, wenn wir im Raum Frankfurt mal einen Gutachter hätten, weil im Moment hier in Marburg wohl alle Wartezimmer bei den Psychologen und bei den Medizinern aus den Nähten platzen würden, weil es hier so viele TS gäbe. Und durch den STammtisch den wir ins Leben gerufen haben, würde sich das ja noch mehr bündeln. Ich wußte da schon nicht, worauf er hinauswill...
So gut wie alles...ok, eigentlich alles was der gute Mann erzählt hat (wirklich sein netter...muss ich noch mal betonen bei der ganzen Nörgelei) war mir schon bekannt, und auch das Rechtliche kannte ich alles schon. Auch als ich ihm das immer wieder gesagt habe, dass mir das klar ist, hat er noch weiter davon erzählt, das er kein Pychologe ist und den auch nicht ersezten kann...
Kurz um...er hat drum herumgeredet. Gen Ende hin, hab ich dann einfach mal drauf los gefragt: "Ich muss das jetzt einfach mal fragen: Sie wollen mir das Rezept also erst dann ausstellen, wenn ich noch einen Sachverständigen dazugezogen habe, und wenn ich noch einen Gutachter besucht habe?"
Er nickte nur.
Da war ich schon ziemlich sauer, warum erzähl ich euch gleich.
JEdenfalls meinter er noch, es gäbe ja Personen die das schon viel länger wüßten und eine Odyssee durchgemacht hätten bevor sie den Weg gehen.
Ja...das war mir auch klar, das weiß ich auch.
Er meinte dann noch, er sähe, dass ich das will, und dass ich inteligent genug wäre, mich richtig auszudrücken und diese ganzen Fakten gut zu verarbeiten, ich wäre aber noch jung...(-.- was hat das damit zu tun?? ich kenne nen 17jährigen TM, der steckt scho mitten drin und wartet darauf dass er 18 wird, damit er alle OPs machen kann, weil er schon alles hinter sich hat mit Gutachtern etc...)Naja, jedenfalls bin ich meiner Meinung nach vernünftig aufgetreten, habe meine Standpunkt gut klar gemacht und gesagt: "Ich will das! Wenn nicht so, dann hol ich mir das anders..."

Ganz klar, der Mann vertritt eine gesunde Einstellung und er hate auch seine Sorgfaltspflicht erwähnt, wo ich ihm auch 100% zustimme. Überhaupt, hätte ich überhaupt kein Problem damit, noch zu warten, eben weil er in den meisten Punkten recht hat (da bin ich ohnehin vorher schon seiner Meinung gewesen)
Jetzt kommt aber das große

AAAAAABBBBBBEEEEEERRRRRRR!!!!!

Ich weiß aus erster Hand von einem TM, der bei GENAU DIESEM Arzt in Behandlung wegne Hormonen ist der KEINE THERAPIE vorher hatte und der NOCH KÜRZER den wunsch der geschlechtsangleichung hat als ich!! DER musste keine Gutachter besuchen, DER hat das Rezept für Testo nach dem ersten Gespräch und der Blutabnahme bekommen und DER hat auch schon Testo gespritzt bekommen!!!

Ganz klar: Dieser TM der auch bei DIESEM Arzt in Behandlung ist, erfüllte meines Wissens nach keinen Ansprüche die der Arzt an mich gestellt hat, und hat bereits seit 2 Wochen die erste Spritze intus -.-

UNGERECHTIKEIT nenn ich so was...
Und DESHALB bin ich stinkend wütend...nicht weil ich warten muss...
Ich gebe auch nicht dem anderen TM die Schuld, auf keinen Fall, der hatte nur Glück und ich freue mich für ihn. ABER warum zum TEUFEL wird MIR dann so was auferlegt?
Glaubt der mir nicht? Bin ich für ihn zu 'unmännlich' ?? Ich verstehs einfach nicht...

Freitag, 6. Februar 2009

Typisch.... ^^

Tja, wie das so mein Glück ist, lief das Ganze zwar nicht so wie geplant, aber trotzdem auch nicht schlecht.
Also, fangen wir ganz von vorn an:

Erstmal hatte ich mich noch mit ner Freundin zum Frühstück verabredet, weil ja der Termin erst um halb zwölf war. Das hat auch gut funktioniert, aber dann halt das typische kurze warten, das zusammen einsteigen und und...gut, das nimmt ja jetzt nicht sooo viel Zeit weg.
Dann auch noch bisschen falsch vom Navi geleitet, weil ich mir nicht mehr sicher war wo das war. Aber als es mir dann den Weg gezeigt hatte, wußte ich es wieder - war aber zu spät, da war ich schon auf der Stadtautobahn, die ich gar nicht hätte nehmen müssen.
Dann die nervige Parkplatzsuche -.- Ich bin zwei mal um die E-Kirche rumgefahren, bis ich dann endlich einen Parkplatz hatte. Kommt da auch noch so eine hochwichtige Person (Das Wort was ich für sie habe behalte ich jetzt mal für mich), und meint hier könnten wir nicht parken.

Ich: "Ich parke hier nur schnell, weil ich nen Termin hab, wenn das länger dauert, parke ich um."
Sie: "Jaja, das sagen sie alle..."
Auf meine Frage hin, ob sie mir denn dann einen anderen Parkplatz sagen könnte, kamen nur monotone Antworten, begleitet von einem süffisanten Lächeln, ich würde schon sehen was ich davon hätte, was ich mir denken würde den Anwohnern ihre Parkplätze wegzunehmen und und...
Gerade als ich wegfahren wollte kam ein Baufahrzeug vorbei, und der lächelnde Mann dadrin meinte ich solle ruhig stehen bleiben, die Alte würde nur reden...für ne stunde wäre das in Ordnung.
Jedenfalls...bin ich dann zur Klnik geeilt und erstmal 20 Min in dem Irrgarten herum gerannt. Ich hab Gottseidank ne gute Orientierung, sonst hätte das wohl Monate gedauert...

Hoch "Nein, das finden sie da drüben" - Rüber "Nein, das finden sie unten, bitte erst wieder zu Start zurück - Unten "Da müssen sie aber da drüben hin" - Drüben "Ja, danke, jetzt gehen sie bitte hoch....Ach da waren sie schon, na dann gehen sie doch bitte dort hin"....usw -.-
Jedenfalls hatte ich dann mit der Ärztin dann nur Zeit zum Blutabnehmen, und das Gespräch muss später folgen, bei der besprechung der Werte. Der Termin ist am 6.März...Na, dann werden wir mal schaun.
Die Hormonwerte würden wohl erst in 2-3 Wochen kommen. Eher etwas später...

Bin ich mal gespannt...jetzt heißt es warten.

Dienstag, 27. Januar 2009

Erster Endo-Termin vereinbart

Nachdem ich gestern die Überweisung zum Endo bekommen habe, habe ich heute schon einen Termin vereinbart, und zwar - trotz wohl sehr vollem Terminkalender - bereits am 6. Februar. Juchuuuu!!
Ich war so aufgeregt, dass ich die Hälfte vergessen habe zu fragen von dem was ich fragen wollte, aber ich denke das bekomme ich schon hin!
Die Sprechstundenhilfe war sehr freundlich und ruhig und wußte auch sofort worum es ging, als ich sagte, dass ich bald Testosteron nehmen möchte, und gern ein Vorgespräch und eine Blutentnahme zur Voruntersuchung vereinbaren wolle.
Sie hat sogar gefragt, ob ich schon irgendwelche Unterlagen hätte, wie zB die Vornamensänderung. Ohne dass ich irgendetwas von Trans* gesagt habe.
Das hat mich schon mal aufgebaut, denn die Leute wissen wohl was sie da machen und worum es geht. Das ist gut, dann brauche ich mich nicht auf ein großartiges Outing vorbereiten, sondern muss nur kurz schildern warum ich da bin.
Sehr beruhigend, und es spart Nerven!

Na, dann bin ich ja mal gespannt, hoffentlich ist alles im grünen Bereich!
Drückt mir die Daumen ;)

Auf bald,
Mark

Montag, 26. Januar 2009

Der Werdegang - was kommt auf mich zu?

So, da gewünscht wurde, dass ich ein wenig von dem Werdegang eines Transmannes erzähle, werde ich hier mal in aller Kürze (sonst könnte ich allein darüber einen Blog schreiben bei den ganzen Bürokratieprozeduren...), auflisten was so alles passieren wird. Auch, damit sich befreundete Leser etwas darauf vorbereiten können.

Therapie
Die Therapie (die ich schon mache), soll in erster Linie eine Notwendigkeit feststellen, eine Transition zu beginnen, und zum anderen soll sie mir 1-2 Jahre lang helfen, das alles zu überstehen, mir also Kraft geben.
Ausserdem fühle ich mich dort wirklich wohl und es hilft mir auch den ganzen Mist den ich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in mich reingefressen habe, endlich zu verdauen und damit klar zu kommen. Ich würde die Therapie (anders als andere Transgender die unbedingt schnell ihre Hormone wollen und so eine Therapie als lästig empfinden), nicht abbrechen oder der Gleichen. Sie hilft mir mich selbst besser zu verstehen.

Hormone
Testosteron ist das männliche Hormon, was Männern ihren Phenotypen (also die äussere Erscheinung) gibt. Dieses kleine Wundermittel ist Dreh- und Angelpunkt der körperlichen Transition. Die Hormone muss ich mein ganzes Leben lang verabreicht bekommen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, über Tabletten, bis Spritzen (wohl meine Wahl) über Gel, welches man auf die Haut aufträgt.
Wann ich dieses Hormon verschrieben gekomme ist sehr unterschiedlich. Ich würde mich freuen es so um den März rum anfangen zu können, weil da auch noch Semesterferien sind und ich mich darauf einstellen kann. Um eine Idikation zu bekommen reicht ein Atest vom Arzt, die meisten Endokrinologen wollen jedoch noch eine Bestätigung vom Psychiologen. Wann der so eine "Genemigung" ausstellt, bleibt dem Psychiologen überlassen. Weil er auch miterkennt, wann der Transgender so weit ist. Das macht aber jeder Psychiologe individuell.
Die Hormone bewirken dann folgendes:

- männliche Körperbehaarung (yay!)
- Bartwuchs
- Stimmbruch (juchu!)
- männlicher Schweißgeruch
- Körperfettverteilung (also weg von den Hüften, hin zum Bauch )
- evtl. Haarausfall (ist Genetisch bedingt)
- Muskelwachstum (freu!)
- anfangs eine körperiche, 2. Pubertät (nerv)
- Veränderung der Gesichtszüge (Vermännlichung)
- evtl. Knorpelwachstum (kann zu Größenwachstum führen, aber auch zu größeren Füßen, und zu dickeren HAndgelenken)

Alles in allem bin ich nach der Mastektomie (Brustentferung und Angleichung zu einer männlichen Brust) von Aussen wirklich überhaupt nicht mehr als Frau zu erkennen.
Bartwuchs, Körperbehaarung und Stimmbruch sind dabei irreversibel.

Mastektomie
ca 1 Jahr nach Anfang der Hormontherapie.
Jaaa..dann muss ich ein Jahr als Mann mit Brüsten herumlaufen, auch wenn ich das jetzt schon tue, ist es dann für alle sichtbar, wenn ich nicht abbinde.
Das ist die für mich wichtigste Operation: Die Brustangleichung.
Hier wird das Drüsengewebe entnommen und die Brust wir einer männlichen angeglichen. Das kann - je nach Größe der Ausgangsbrust - unterschiedlich viele Narben hinterlassen. Narben sind mir aber gelinde gesagt scheißegal...

Hysterektomie
ca. 1-2 Jahre nach Anfang der Hormontherapie.
Die Entnahme der Eierstöcke und der Gebärmutter.
Das nimmt dem Körper die Möglichkeit Österogen (weibl. Hormone) zu produzieren und vermännlich noch einmal ein gute Stück. Ausserdem beugt man so Krebs vor.
Danach kann ich keine Kinder mehr bekommen, und ich MUSS diese Operation machen, wenn ich in Deutschland die Personenstandsänderung erwirken möchte.

Personenstandänderung
Damit auf allen Papieren "Herr" statt "Frau" steht, muss ich ein ca 1-2 jähriges Bürokratiemarthyrium hinter mich bringen mit ettlichen Psychologischen Gutachten und so weiter und so fort.

Namensänderung
Das geht von allen Dingen meist am schnellsten, ist aber auch mit vieeel Bürokratie verbunden.

Genital OP
Kann man machen, muss man aber nicht. Ich werd's auch erstmal nicht machen, weil die Ergebnisse für mich zu unbefriedigend sind...

Das alles dauert zwischen 2 und 4 Jahren...

Von den Outings, den Rechtfertigungen und den jahrelangen Strapazen einmal abgesehen ;)

Tja, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn noch Fragen sind, bitte in den Kommentaren stellen =)

LG,
Mark

Es geht los!

So, ich komme gerade vom Arzt.
Ersteinmal Entwarnung: An dem Binder kann es nicht wirklich liegen dass ich solche Magenprobleme habe. Die Ärztin und ich schätzen, dass es Stress ist...kein Wunder.
Na, son Magengeschwür hätte mir jetzt noch gefehlt!

Einerlei. Was noch viel schöner ist, ist dass ich endlich die Überweisung für den Endokrinologen bekommen habe (für die die es nicht wissen: das ist der Spezialist, der für die Hormone zuständig ist). Heißt jetzt wird (hoffentlich bald, bei den Terminen muss man manchmal Monate warten ....) ein Abgleich gemacht, wie meine Hormonwerte aussehen, und wahrscheinlich noch ein chromosomaler Abgleich. Heißt: Es wird geschaut, ob es an den Genen liegt.
Aber das denke ich nicht, das hätte man ja früher schon gemerkt...oder?
Mit der Ärztin habe ich auch noch einmal gesprochen über das Ganze. Sie wollte noch wissen, in wie fern ich es ernst meine, und ob ich wirklich eine phenotypische (äusserliche) Veränderung dieser Größe durchmachen möchte.
Ich habe ihr dann selbstsicher klar gemacht, dass ich das möchte, und dass es mein Wunsch ist. Daraufhin hat sie gemeint: "Gut, das bekommen wir schon hin. Das wird schon. Jetzt erstmal schön alles nach der Reihe."
Sie geht damit sehr gut um, und hilft wohl auch meinen Eltern, da sie die Familien- und Hausärztin ist, die uns schon Jahrzehnte begleitet.

Ich hoffe, dass der Termin beim Endo nicht allzulange auf sich warten lässt, damit es bald losgehen kann mit Testo. Die Psychiologin möchte zwar noch einmal nachharken, nach wielange man Testosteron verabreichen kann - also wie lange nach Beginn der Therapie - aber ich hoffe sie sieht ein, dass ich schon viel länger damit kämpfe als erst mit Beginn der Therapie. Hoffen wir mal das Beste.

Die Gefühle zu besagter, weiblicher Person werden indess immre stärker und ich kann mich wirklich als Ich fühlen. Sie unterstützt mich jetzt schon sehr in meiner Transsition, indem sie mir das Gefühl gibt, etwas besonderes zu sein. Ein Mensch den man wegen seinen inneren Werten lieben kann.
Ausserdem würde sie alles unterstützen was ich in dieser Hinsicht unternehmen werde, was mir sehr viel Halt gibt und auch ein Stück mehr Selbstbewußtsein.

Falls du das liest: Danke, dass du mich gefunden hast mein Schatz!

Auf dann,
Mark