Tja...was soll ich sagen? War mal wieder nichts...
Aber erstmal hübsch der Reihe nach:
Ersteinmal etwas zu der Hormonsache, weil das gerade ziemlich frisch ist. Ist genau...*auf Uhr schau* 3,5 Stunden her.
Aber auch hier muss ich etwas weiter ausholen.
Ich brauchte für die Hormongabe, noch einen Bescheid von einem Psychologen, auf welchem steht, dass ich Transsexuell bin, und (und da liegt der Knackpunkt auf den ich später noch eingehen werde) dass der Psychologe die Hormongabe befürwortet. Eigentlich ganz einfach sollte man meinen, oder?
Falsch...Denn so eine "Indikation" - wie es auf Fachmännisch heißt - stellen die Psychologen und Psychiater meistens erst dann aus, wenn sie den 'Patienten' schon eine Weile kennen und das auch befürworten können. Das ist dann der Fall, wenn man eine Therapie bei diesen gewissen Psychologen absolviert. Nun..da meine Psychologin eben keine Verantwortung übernehmen möchte (im generellen Sinne), möchte mir auch so etwas nicht schreiben. Na das hatten wir ja schon, das wußte ich ja.
Da ich allerdings keine zweite Therapie anfangen wollte, bei bekannten Psychologen, die allein 8 Wochen (!) Wartezeit auf einen Vorstellungstermin haben, und die auch FRÜHENSTENS nach 3 Monaten Therapie überhaupt daran denken so eine Indikation zu schreiben, hab ich den leichten Weg nehmen wollen, und bin - obacht - nach Berin gefahren. Jaaaa...Berlin.
Das heißt für mich 1000 km Fahrt, allein nur nach Berlin und zurück. Davon einmal abgesehen, dass ich noch das Geld für den Sprit aufbringen musste, bin ich im Endeffekt 18 Stunden Auto gefahren - beinahe am Stück.
Ich hatte den Termin, und hab eine Attest bekommen, für welches ich 20 Euro zahlen musste. Darauf stand nach 50 Minuten intensivem Gespräch geschrieben, dass eine festsitzende Transsexualität von Frau zu Mann vorliegt. Er schrieb sogar meine neuen Namen in das Attest, Mark Andrew, und schrieb noch, dass sich diese Einstellung nicht ändern wird.
Ich - gefreut wie blöde - also aus dem Haus raus getanzt, meine Freundin umarmt, die extra mitgekommen war und wir waren zur Feier des Tages noch essen, weil ich dachte: 'Yay! Jetzt geht es endlich los!'.
Nix da...nach weiteren etlichen Stunden Fahrt, der Heimfahrt meiner Freundin und einem Wochenendbesuch bei Sandra, komm ich nach hause. Noch auf der Autobahnfahrt nach hause ruf ich sofort beim Endo an, um einen Termin zu vereinbaren. Frau B. sagte mir, dass ich das Attest ja schon mal vorbei bringen könnte, und Herr Dr. S. würde mich dann wegen dem Termin noch einmal zurückrufen.
Ich also das Attest noch da hingebracht...
Am nächsten Tag bekomm ich den Anruf, und mir wird gesagt, dass der Termin in 4 Wochen (!!!) eingetragen werden könnte. Die 4 Wochen waren schon Qual genug, weil ich weiterhin mit diesen Scheiß Dingern rumlaufen muss, weil ich eine Stimme habe die mich absolut als Frau indentifiziert und weil mich einfach JEDER auf der Straße mit 'sie' anspricht. Jedes 'sie' ist ein kleiner Tod den ich sterbe...immer und immer wieder.
Aber nicht genug mit den 4 Wochen...die ich geduldig gewartet habe, weil ich am Ende des Tunnels 'Höllenqual Frauenkörper' das Licht 'Testo' gesehen habe...dafür wartet man ja doch gern, nicht? Trotzdem habe ich mir all die 4 Wochen krampfhaft die Hoffnung unterdrückt (was schon allein sau schwer war und mir echt den letzten Nerv geraubt habt...mal von demUmzug, Mietstress und Stress mit meinen Eltern abgesehen war das echt hart...). Dennoch wollte ich nicht wieder enttäuscht werden.
So...heute also der Termin gehabt...und was war? Ich bekomm gesagt?
"In dem Attest steht leider nicht drinnen, dass der Psychologe ausdrücklich eine Hormonbehandlung befürwortet...das fehlt uns leider noch. Ich schlage vor, sie machen noch eine Terapie mit einem Psychologen der sich auskennt, und dann soll der ihnen das schreiben..."
Ich war sooooooooooooo kurz davor, da entweder in Tränen aus zu brechen, oder da alles kurz und klein zu schlagen...aber nein...man(n) beherrscht sich ja, weil man ja doch einsehen muss, das der Kerl recht hat. Auch wenn man sich denkt, dass er sich sein mitleidiges Gebrabbel von "Ich weiß das ist frustrierend..." in den Allerwetestens stecken kann, weil der absolut keien Ahnung hat.
Auch als ich ihn damit konfrontiert habe, dass es bei ihm in Behandlung sehr wohl jemanden gäbe, der noch gar keine Psychologische Betreuung hat, und trotzdem das Testo bekommen hat, und zwa rnoch vor mir, obwohl der jenige nach mir sein inneres Commingout hatte...darauf konnte er nicht viel sagen, bloß, dass da wohl schon vorher eine Therapie stattgefunden haben muss...von der ich persönlcih allerdings nichts weiß........
Wie auch immer...wenn meine Freundin nicht hier gewesen wäre um mich allein mit ihrer Anwesenheit von Dummheiten abzuhalten und um mich mit ihrer Liebe wieder aufzufangen...ich weiß nicht was ich heute mit mir angestellt hätte, um diesen Schmerz aus mir raus zu lassen.
Jeder Mann auf der Straße weckt in mir das Gefühl nie Frieden finden zu können, jeder Mann in der Disco den ich tanzen sehe, lässt mich wissen, dass sie alle das haben und sind, was ich nie besitzen und sein werde....
Womit wir schon zum nächsten Thema kommen:
Dafür mache ich aber einen neuen Blogeintrag auf.